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Odernheim will junge Familien anziehen
Walter Jung (Admin)
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Odernheim will junge Familien anziehen

Artikel von Wilhelm Meyer - Oeffentlicher Anzeiger 18.1.2023

Bei der Prioritätenlist der Gemeinde Odernheim bildet dieses Jahr sicherlich der Neubau der Odernheimer Kita Lilliput die Spitze, das ist für Ortsbürgermeister Achim Schick keine Frage. Jedoch mache gerade die Entwicklung der Preise im Bausektor schmerzlich klar, dass der Erhalt der Zukunftsperspektiven der Gemeinde nicht umsonst zu haben ist. Odernheim sei da keine Ausnahme, weiß der Bürgermeister von zahllosen ähnlichen Projekten und ärgert sich vor allem, dass und wie die Gemeinden beim Stemmen dieser Aufgaben allein gelassen werden. Bund und Land machen ihre Vorgaben, die Gemeinde solle die Kosten tragen. Doch ohne Kita und Grundschule büßt jeder Ort für junge Familien an Attraktivität ein, und ohne junge Familien stehe es um eine Gemeinde schlecht.

So hängen die ersten drei Punkte auf Odernheims Agenda nach Schicks Einschätzung untrennbar zusammen: Für die Familien müsse dann auch Platz vorhanden sein. Nummer zwei in diesem Geflecht sei somit die Fortführung des Neubaugebiets „Am Lettweilerweg II“. Große Sorgen um Interessenten habe man sich weder im ersten, noch im zweiten Abschnitt machen brauchen. Auch für den zweiten Abschnitt seien es mehr Bewerber als Grundstücke. Doch die privaten Bauvorhaben würden ebenfalls unter den Preisentwicklungen leiden.

Neuer Spielplatz soll entstehen

Mehr Kinder machen das Spielplatzangebot der Gemeinde dann eindeutig zu Punkt drei. Mindestens einen wirklich attraktiven Spielplatz brauche Odernheim, und der müsse selbstverständlich dort liegen, wo auch die Kinder sind. Da sei der Platz an der Pauline-Mohr-Straße der geeignetste. Im Haushalt eingestellt sei dafür eine Summe von 60 000 Euro.

Man müsse sicher über Einsparungen beim Bau der Kita nachdenken, wie in der letzten Gemeinderatssitzung gefordert, doch vor allem im energetischen Bereich wollte man nicht an Stellen sparen, die ökologisch notwendig und auf lange Sicht auch ökonomisch sinnvoll seien. Mit Laufzeiten von 30 Jahren zur Tilgung brauche man nicht in Panik geraten und könne vor allem bei Wärme und Energie in Ruhe nachrechnen, ob die anvisierten Lösungen nicht unterm Strich auch ökonomischer sind.

Im Übrigen hoffe man, sich mit Erlösen aus der anstehenden Nutzung von Windkraft auf Odernheimer Gemarkung ohnehin aus der Schuldenfalle zu befreien. Noch sei keine Entscheidung im Einzelnen getroffen, doch hofft Schick, dass auf lange Sicht Einnahmen in entsprechender Höhe fließen werden. Wenn hier die Planung konkret werde, sollte die absehbare Befreiung der Gemeinde von Schulden, schon im Vorfeld, wie etwa bei der Spielplatzgestaltung, größeren Spielraum schaffen.

Übrigens könne Odernheim im Vorgriff auf die Planung der Kita schon jetzt als Übergangslösung vorübergehend mit der Einrichtung einer vierten Gruppe im evangelischen Gemeindehaus ausreichend Plätze anbieten. Drei Erzieherstellen seien zusätzlich eingerichtet. Man müsse keine Eltern mehr auf andere Kitas der Verbandsgemeinde verweisen. Doch sei eine solche Lösung selbstverständlich nur für den Übergang genehmigt. Später werde die Frage der Nutzung der alten Kita im Raum stehen. Auch dafür müsse man sich schon jetzt Gedanken machen, so Schick. Auch für die noch frühere Kita seien Ideen gefragt.

Friedhofsgestaltung ist Thema

Neben notwendigen Sanierungsarbeiten, etwa an den Bürgersteigen in Reithessel und anderen Baustellen, sei auch in Zukunft der Friedhof im Blick. Eine neue Bestuhlung habe sich erledigt, berichtet Schick, da ein Odernheimer bei der Entsorgung nutzbarer Stühle an die Gemeinde gedacht habe. Schick schwebt die Idee vor, den Friedhof stärker mit Grün zu gestalten. Viele Menschen lassen sich in Urnen begraben. Da biete der Friedhof unverhofft eine Zahl von Plätzen, die als Grabstätten nicht gebraucht werden. Die Menschen wählen zudem mittlerweile zunehmend Friedforste als letzte Ruhestätte. Die Friedhöfe müssen auch optisch und atmosphärisch ansprechen. Schick überlegt daher, mehr Wald in die Friedhöfe hineinholen.

Der Odernheimer Friedhof soll ein Ort werden, an dem man sich auch gern aufhält. Der Doppelhaushalt 23/24 stehe an. Aufgaben gebe es genug, berichtet der Bürgermeister. Es gilt, den Verlust im Einzelhandel zu bremsen und vielleicht umzukehren. Auch Rolle und Zukunft des Dorfladens und das Engagement der Gemeinde müssen dabei im Auge bleiben. Immerhin lasse die bisherige Entwicklung Hoffnung zu. wim

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