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Viele Menschen warten auf Sternsinger
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Viele Menschen warten auf Sternsinger

Artikel von Wilhelm Meyer - Oeffentlicher Anzeiger 11.1.2023

Segen für Odernheim

Wer geglaubt hat, im Odernheimer Gemeindesaal die Schar von 33 Sternsingern, Königen und Königinnen in Mantel und mit Krone, beim gemeinsamen Essen anzutreffen, hatte sich getäuscht. Erst nach und nach trafen die Gruppen ein. Kam die eine, war die andere schon wieder aufgebrochen. Vom Dreikönigstag an erklang es vor Odernheimer Häusern allenthalben „Stern über Bethlehem, weis mir den Weg“, und die Sternsinger baten um eine Gabe für Kinder in Indonesien.

Viele Menschen warteten darauf, dass mit den Kindern der Segen über das Haus kommt, und zeigten das auch. Einmal, so erzählt eine Mutter, hielt gar ein Wagen mit Kuseler Kennzeichen an, und steckte seine Spende in die Sammelbüchse der Kinder. „Toll, dass es den Brauch noch gibt, toll, dass ihr das macht“, meinte der Fahrer und fuhr weiter. Auch die Odernheimer geben gern, so die Erfahrung der Sternsinger, vielleicht besonders jetzt, wo es hierzulande nicht allen gut geht, und Menschen in anderen Erdwinkeln schon gar nicht. Aber die Kinder erlebten an den Türen auch Aussagen, dass es mit einer Spende „gerade gar nicht passt“.

Stolz sind die mehr als 50 Kinder und Erwachsenen, die sich in Odernheim für das Sternsingen starkmachen, rechnet Renate Lahm, die seit Jahren bei der Aktion die Fäden in der Hand hält. Großes Lob der Kinder gab es auch an den Küchendienst: „Wirklich toll, wie das schmeckt“, sagte ein Junge und holte sich noch einen Teller voll. Die Vorbereitung laufe in enger Zusammenarbeit mit der Disibodenberg-Grundschule. In der Schule hat man den Film über das diesjährige Partnerland Indonesien angesehen und besprochen, wie Hilfe möglich ist. Ein guter Schritt dazu, das wissen die Kinder, ist ihr Engagement beim Sternsingen. Die protestantische Gemeinde stellt die Räume und die Küche zur Verfügung, eigentlich eine gute ökumenische Zusammenarbeit, findet Stefan Hartmann, der auch die Aussendung übernommen hat.

Dass in Odernheim so viele engagierte Kinder und Eltern zusammenkommen, liege an dieser guten Zusammenarbeit so vieler in der Gemeinde, freuen sich Lahm und Hartmann. Das sei auf vielen Dörfern so. Rundumher werde von zahlreichen Ehrenamtlichen das Sternsingen seit Jahren, manchmal Jahrzehnten gepflegt, und die Menschen warteten auf den Segen. „Wir kommen nicht als Bettler, wir bringen auch etwas“, meint ein Sternsinger, der nicht das erste Mal dabei ist. „Danke, dass ihr da wart“, würden die Menschen auch dann sagen, wenn sie ihr Portemonnaie ganz weit geöffnet hätten. Wilhelm Meyer

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