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Truppe hat Spuren hinterlassen
Walter Jung (Admin)

Truppe hat Spuren hinterlassen

Artikel von Wilhelm Meyer - Oeffentlicher Anzeiger 11.1.2023

Schon lange hatte VG-Bürgermeister Uwe Engelmann die legendäre Odernheimer Truppe der Rüstigen Rentner kennenlernen wollen. In seinem Gepäck hatte er die Ehrenamtskarte, und er hatte Zeit mitgebracht. Sonst hätte er sicher nicht nach all den Taten der Rentner gefragt. Sind es doch mehr als 22 Jahre, die sie sich handfest für ihre Gemeinde einsetzen. Da kommt so einiges zusammen. Und das zu berichten, braucht eben Zeit.
Sie gehörten zu den ersten im weiten Umkreis, die solch eine patente Truppe in ihrem Ort auf die Beine gebracht haben. Man hätte sich damals den Namen „Rüstige Rentner“ patentieren lassen sollen, meinte einer von ihnen. Einmal in der Woche treffen sie sich regelmäßig, um mit irgendeinem Projekt ihrem Heimatort etwas Gutes zu tun, und wenn bestimmte Projekte anliegen, auch noch weit häufiger.
Wer genau hinschaut, kann sehen, was sie in Odernheim alles geschaffen haben. 1999 war es, als sich neun Rentner erstmals trafen, um sich als Team zusammenzuschließen. „Unser Dorf soll schöner werden“ hieß damals ein Wettbewerb, und das galt als Motto auch für die hilfsbereite Truppe.
Was gab es seitdem alles: Da sind die „Brunnenanlage im Glanweg“, die „Disibodtreppe Richtung Staudernheim und zurück“, das „Dreieck an der Glanbrücke“, „Brunnen und Bepflanzung am Glanufer“, der „Historische Rundweg in Odernheim“, die „Restaurierung von Pulverturm und Rathaus“, nicht zu vergessen der „Zunftbaum“, schließlich die „Beschilderung des Panoramawegs“, „Weinbaumuseum“ und zuletzt der „Historische Rundweg“. Die beiden letzten Projekte auch mit begleitenden Büchern. Man gestaltet nicht nur nach innen, man wirbt auch nach außen. Dann sind da noch die Sanierung der Friedhofshalle und die Neueinrichtung des Rathauses, das seine Frische nicht nur außen den Rentnern verdankt. Das alljährliche Aufstellen des Osterbaums gehört dazu, ebenso der strahlende „Weihnachtsbaum auf dem Humberg“, der jedes Jahr einen weihnachtlichen Gruß in die Weite schickt.
Vor allem aber wird gepflegt, was angelegt wurde. 27 Bänke an Wanderwegen verdankt man den Rentnern und werden von ihnen in Schuss gehalten. Manche Wartung fällt ebenfalls an, die eigentlich nicht nötig sein müsste. Die Disibodtreppe etwa, deren Geländer lange immer wieder Opfer von sinnloser Zerstörung wurden.
Aber auch in der Landschaft haben sie Signale gesetzt. Der jetzt wieder gefährdete Hellersberger Weiher hatte zuvor schon einmal gedroht zu verlanden. Als damals der künstlich angelegte Ausgang entdeckt war, begann die auch für tatkräftige Rentner schweißtreibende Arbeit. Welch riesige Menge Erdreich hatte für das Projekt bewegt und mit Kubikmetern Beton das Leck geschlossen werden müssen. Der Weiher hatte sich erholt. Besser, so damals das Riesenlob des Biotopbetreuers des Kreises, Rudolf Twelbeck, hätte man es nicht machen können. Fünf Stunden die Woche, 200 Stunden im Jahr, so Engelmann, sind die Voraussetzung für den Erhalt der Ehrenamtskarte. Mehr als 600 Stunden ehrenamtlicher Arbeit eines jeden Rentners hatte Paul-Hermann Mohr für eines der früheren Jahre einmal errechnet. Da war es das Weinbaumuseum, das Einsatz erfordert hatte. Davor war es anderes, im Jahr drauf ebenfalls.
 

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