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Spielspaß bei den Musikern, Freude beim Publikum
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Spielspaß bei den Musikern, Freude beim Publikum

Artikel von Wilhelm Meyer 27.05.2022 Oeffentlicher Anzeiger

 Mit einem Statement für Europa, mit Beethovens „Ode an die Freude“, setzte das Jugendorchester zur Eröffnung des Sommerkonzerts des Disibodenberg Blasorchesters Odernheim 1969 (DBO) ein erstes Ausrufungszeichen. Für Frieden in der Welt hatten unter der bewährten Leitung von Ingrid Große-Aschoff, Emma und Ida Heddesheimer, Ben Schmidt, Franz Adams, Raphael und Marlon Scherer sowie Malte Herzog, Lilli Janke und Max Mohr die Ode einstudiert.
Übrigens setzten sich die Jungen des DBO nicht allein musikalisch gut in Szene. Auch um einen Mangel an künftigen Moderatoren braucht man keine Sorge zu haben. Das machten Marlon Scherer und Johannes Biehl ausgezeichnet. Noch immer sei es eine Sehnsucht geblieben, die sich in der Schiller'schen Ode, die heute auch als Europahymne gilt, vortrefflich ausdrückt. „Alle Menschen werden Brüder“, mit diesem Wunsch begann das Konzert in der Halle des Odernheimer Turnvereins unter dem Motto „DBO Back on Stage“.
„Back on Stage“, endlich wieder „zurück auf der Bühne“, haben die Musiker ihren Auftritt schon zu einer Zeit überschrieben, als das noch als Wunsch für ihr Sommerkonzert gesehen werden konnte. Drei Jahre haben Musiker und Publikum darauf gewartet. Ganz genau drei Jahre und vier Tage, rechnete Christina Dietz, die die Moderation des Abends übernommen hatte. Am 18. Mai 2019 war das gewesen, zur Feier des 50-jährigen Bestehens des Orchesters.
Der erste Titel des DBO nun stand für die Eingeweihten unter dem Zeichen von Corona. Erich Bechts „So schön ist Blasmusik“ hatten die Musiker in schwersten Coronazeiten jeder für sich zu Hause aufgenommen, um es, zusammengeführt in einem gemeinsamen Video, als Gruß des Orchesters ins Netz zu stellen. So hieß es nun mit erneuerter Berechtigung: „So schön ist Blasmusik!“
Die Auswahl eines „farbenreichen und niveauvollen Querschnitts konzertanter, traditioneller und moderner Blasmusik“ hatte Dirigent und Orchesterleiter Christoph Kaul durch eindringliche Filmmusik ergänzt. „Montenido“ von Jay Chattaway, als Komponist so mancher Star-Trek-Musiken bekannt, machte den Anfang, als erster Vorbote auf den grandiosen Auftakt zur zweiten Hälfte des Abends. Da wurde mit „Moment for Morricone“, im Arrangement von Johan de Meijin, die Bühne zu einer in Szene gesetzten Huldigung an den Ausnahmekomponisten des „Italo-Western“. Das ist großes Kino, erinnerte Dietz. Vor allem fühlten sich die, die es noch kennen, vor die ehedem wunderbar weiten Leinwände versetzt. Und die Musik, die laut Dietz oft vor den Filmszenen entstanden war, hat bis heute überlebt.
Was dagegensetzen, hatte sich Dietz schon beim Montenido gefragt. Da war es das sanfte „Air for Bands“ von Frank Erickson gewesen. Hier nun konnte der Evergreen „Volare“ mit seiner faszinierenden Leichtigkeit und einer Präsenz, die sich dem gleichzeitigen Einstieg in alle Register verdankt, gut standhalten. Den vier Schlagzeugern einen markanten Auftritt zu gönnen, war das folgende „Fascinating Drums“ von Ted Huggens bestens geeignet.
Die Ansage des Geburtstagsmarsches von Ernst Mosch ließ sich Mitvorsitzender Oliver Schneberger nicht nehmen. Es war zugleich das Ständchen für einen der Großen aus ihren Reihen. Edgar Kron, mit Karl Heinz Weigand DBO-Ehrenvorsitzender, hatte seinen 80. Geburtstag in Corona-Zeiten ohne gebührendes Ständchen seines DBO erleben müssen. Das wurde nun nachgeholt.
Dem Abschluss der ersten Hälfte, einem Abba-Medley mit einem feinen Saxofonsolo des Mitvorsitzenden Grosse-Aschoff, hatte Kaul die Erinnerung an Aretha Franklin gegenübergestellt. „Respect“, „Natural Woman“ und „Think“ bildeten den „offiziellen Abschluss“. Selbstverständlich hat DBO für das Zugaben-verwöhnte Publikum nicht nur Reprisen. Der Marsch „Mein Heimatland“ bot beste Gelegenheit, sich schon einmal einzuklatschen, bevor Dietz auch mit Gesang überzeugte. Mit „Die Welt umarmen“ von Sinfoglesia setzte sie gemeinsam mit dem Orchester noch ein hoffungsvolles Zeichen der Zeit. wim
Musiker-Nachwuchs ist dem Blasorchester wichtig
Dem Nachwuchs gilt ein Hauptaugenmerk des DBO. Neun junge Musiker waren es an diesem Abend, so Leiterin Ingrid Große-Aschoff. Bei einem Schnupperabend hätten sich acht junge Interessierte gemeldet. Sie ermunterte zugleich die Anwesenden, auch Erwachsene, das DBO sei immer offen für Neue. Vier aus dem bisherigen Jugendorchester waren an diesem Abend übrigens das erste Mal bei den „Großen“. Ihnen, Franz Adams, Max Mohr, Sebastian Schiller und Alexander Schneider, galt ein besonderer Dank Schnebergers. wim

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