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Parken – ein Dauerproblem auch in Odernheim
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Parken – ein Dauerproblem auch in Odernheim

Artikel von Wilhelm Meyer - Oeffentlicher Anzeiger 10.5.2022

Außer dem fließenden Verkehr macht in Odernheim auch der ruhende Verkehr, das Parken, Ärger. Den Dorfplatz zur Entlastung des Ortskerns wieder öffnen wollten die Ratsmitglieder dennoch nicht. In letzter Zeit sei viel Attraktives dort gelaufen. Das wieder zurückzudrehen, seien die Parkplätze nicht wert, stellte Katinka Peerenboom von der Liste Gründonner in der jüngsten Gemeinderatssitzung fest.


Gisela Euler (SPD) sieht die Gefahr, dass Parker, die derzeit den neuen Parkplatz an der Glananlage nützen, lediglich in den Ort zurückströmen würden. Wenn man die Leute zwingen könnte, ihre Garagen freizuräumen und so zu nutzen, wofür sie gedacht seien, wäre das Problem schon entschärft. Nur könne man niemanden zwingen, beendete Altortsbürgermeister Thomas Langguth, den nicht das erste Mal geäußerten Gedanken.


Aber auch so ist der Platz an der Glananlage nicht problemlos. Die Sperren im kostenpflichtigen Teil seien zum Teil schon umgefahren und nicht mehr brauchbar, und rückwärts aus einer Parklücke zu kommen, schaffe ebenfalls nicht jeder, berichtete Schick. Da brettere mancher mal locker über die trennenden Grünstreifen hinweg.


Gelassen und einig zeigte sich der Odernheimer Rat in seiner aktuellen Sitzung. Bei den großen Baustellen kommt man Schritt für Schritt weiter. So ist die erneute Auslage des Bebauungsplans „Am Lettweilerweg II“ abgeschlossen. Einzig Kenntnis von den Stellungnahmen musste der Gemeinderat noch nehmen, ohne darüber abzustimmen. Mit der Bekanntgabe tritt der Bebauungsplan in Kraft. Selbst die Hürde, die die Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) bei ihrer Untersuchung im April auf archäologische Funde im Grabungsschutzgebiet, in dem sich das Neubaugebiet befindet, gestellt hatte, ist überwunden. Funde gab es keine. Zusätzliche Kosten, wie sie bei gravierenden Funden mit der vereinbarten Zurverfügungstellung eines Baggers nebst Baggerführer angefallen wären, sind somit ebenfalls ausgeblieben. Um nicht weitere Zeit zu verlieren, ermächtigte der Rat Ortsbürgermeister Achim Schick, den Auftrag für die Verkehrsanlagen in Lettweiler II an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Nachfrage gebe es reichlich, bestätigte Schick.


Dass VG-Bürgermeister Uwe Engelmann als Gast den Rat besuchte, bot die Gelegenheit, ein weiteres Neubaugebiet ins Gespräch zu bringen. Dass der Disibodenbergblick II ebenfalls auf seinen Anschluss wartet, fand Verständnis auch bei SPD-Fraktionssprecher Hans-Jörg Lenhoff. Odernheim sei schließlich eine Wohngemeinde.


Auch im Odernheimer Großprojekt, dem Neubau der Kindertagesstätte, wurde einhellig ein nächster Schritt beschlossen. Nach Prüfung der Angebote durch die Bauabteilung der VG Nahe-Glan wurde der Auftrag für das Brandschutzgutachten ans Ingenieurbüro Petry & Horn (Mainz) für 6188 Euro vergeben. Wie schon beim Verkehrsgutachten zeigte nicht allein Lenhoff ein gewisses Unverständnis für die Dimensionen der Auflagen für Planung und Gutachten. In den 60er- und 70er-Jahren habe man doch auch Kindergärten gebaut, und die seien nicht abgebrannt. Beachtliche 800 000 Euro würde die Kita verschlingen, ohne dass real ein Stein gesetzt sei, hat Schick errechnet.


Bleiben die kleineren Probleme der Gemeinde. Der Weg zur Klostermühle sei schlicht eine Katastrophe, meinte der Rat. Zahlreiche Ausbesserungsmaßnahmen seien ja schon erfolgt, erinnerte Schick. Eine Rundumerneuerung würde nicht unter einer „dicken sechsstelligen Summe“ zu machen sein. Die Wegebaubeiträge der Jagdgenossen jedenfalls lägen weitab vom Notwendigen. Lenhoff erinnerte daran, dass die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht sei. Mit einer Aufnahme in die Förderung durch den „Goldenen Plan“ des Landes könnte es machbar sein, glaubt Schick. Als Nächstes würde der Weg zum Kloster anstehen.


Anzugehen sei die immer wieder verschobene Verschönerung des Parkplatzes Hinterhausen, direkt gegenüber dem Dorfplatz. Ortsbürgermeister Schick könnte sich eine Aktion des Rates in Eigenleistung vorstellen. An eine Sanierung sei nicht zu denken. Der Schacht der ehemaligen Raiffeisen-Getreideannahmestelle stecke voller Beton. Nur müsse es ja dennoch nicht bleiben, wie es jetzt aussehe. Warum also nicht ein aktives Ratswochenende einlegen?

 

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