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Rauhnächte - Abschied und Neuer Anfang
Stefan Hartmann
/ Kategorien: NEUIGKEITEN, Dorfladen, Vereine

Rauhnächte - Abschied und Neuer Anfang

Dorfladenteam dankt und wünscht allen ein Gutes Neues Jahr

Mit einem Text und Bild unseres Neumitglieds A.Schollenberger zu den zwölf Tagen von Weihnachten bis Dreikönig möchten wir Danke allen Danke sagen, die uns in diesem Jahr in und um den Dorfladen unterstützt haben: unseren Kundinnen und Kunden, den Lieferantinnen und Lieferanten und auch den Zuschussgebern im Kreis, in der LAG Soonwald-Nahe und dem Innenministerium Rheinland-Pfalz.

Wir wünschen Euch und Ihnen allen ein gutes und gesundes Neues Jahr!

Das Dorladenteam und der Dorfleben Odernheim!

Wir sehen uns im Laden!                            
Öffnungszeiten Silvester: 10.00 bis 12.00 h - Lieferservice am Nachmittag

 

Zeit der Rauhnächte

Mit der Heiligen Nacht am 24. Dezember beginnt, bis dann am 06. Januar die Sternensinger durch die Straßen ziehen, in unserem Kulturkreis eine besondere Zeit. Die Natur hat sich zurückgezogen, das Tageslicht wurde von der Dunkelheit geschluckt. Zur Wintersonnwende wird das Licht wieder geboren in der dunkelsten, der längsten Nacht des Jahres. Das Neugeborene bedarf dem besonderen Schutz, so wird die Zeit zwischen der Zeit - bis sich der neue Lebensimpuls stabilisiert hat - mit schützenden Ritualen begleitet. Es ist die Zeit der Rauhnächte.

Aktuelle Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben das Interesse an altem Heil- und Kräuterwissen wieder gefördert. So gibt es seit einigen Jahren auch eine Renaissance in den verschiedenen Anwendungen von Heilkräutern. Das Räuchern mit Kräutern und Harzen hat eine sehr alte Tradition. Besonders in den 12 Rau(c)hnächten gehört das Räuchern mit reinigenden, heilenden und meditativen Substanzen zu den üblichen Ritualen. Das Vergangene wird abgeschlossen und gereinigt und so der energetische Raum für das Neue geschaffen. Folgerichtig gehört auch das Orakeln in diese Zeit. Jede Rauhnacht steht dabei symbolisch für einen Monat im neuen Jahr.

Schon ein Lagerfeuer oder ein prasselndes, duftendes Holzfeuer im Kamin erzeugen eine wohltuende Atmosphäre. Im Rauch vollzieht sich eine Transformation, die wir verfolgen, betrachten und erfahren können. Jede Räuchersubstanz schwingt während des Verbrennungsprozesses analog zu Farben und Bildern. Düfte enthalten Geschichten, lassen Erinnerungen lebendig werden. Rauch nimmt und gibt, sammelt Verbrauchtes, vertreibt Abgestandenes, löst Blockaden. Rauch von heilenden Kräutern bietet Schutz, schafft Klarheit und fördert Wohlbefinden.

Die heiligen drei Könige aus dem Morgenland brachten dem Christuskind Weihrauch und Myrrhe, neben Gold die kostbarsten Substanzen, die sie schenken konnten. Im Abendland werden traditionell heilkräftige einheimische Pflanzen wie Beifuß, Wacholder, Lavendel, Schafgabe und andere verwendet, um Haus und Ställe zu räuchern, zu desinfizieren und mit neuer, heilsamer Kraft aufzuladen.

Auch nach den Rauhnächten ist das Räuchern auf Holzkohle oder in einem Sieb über einem Teelicht eine Bereicherung des Alltags. Entspannung zum Feierabend, Begünstigung der Meditation, Verbesserung der Abwehrkraft, Wohlfühlritual, viele gute Gründe sprechen dafür, es einfach mal auszuprobieren.

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