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Odernheimer sammeln säckeweise Müll
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Odernheimer sammeln säckeweise Müll

Artikel von Wilhelm Meyer 13.4..2021 Oeffentlicher Anzeiger

Die Odernheimer waren aufgerufen, etwas gegen illegal entsorgten Müll in der Gemarkung ihrer Gemeinde zu tun. Auf der Internetseite des Dorfleben-Vereins war angekündigt worden, dass am Samstag eine Sammelstelle zur Abgabe des Mülls in der Bahnhofstraße eingerichtet wird. Da solch eine Aktion gemeinsam im Augenblick nicht durchgeführt werden kann, hatte Odernheims Zweite Beigeordnete Bettina Orthmann eine Initiative gestartet, um das Engagement Einzelner zu bündeln. Und das hat einwandfrei geklappt. Viele Bürger packten an und trugen Müll zusammen.
Auch die örtliche Nabu-Jugend stand vor der Frage, wie sie ihren jährlichen Dreck-weg-Tag gestalten sollte. Die Frage, wohin der Müll gebracht werden konnte, war geklärt. Ein Abfallcontainer stand am Wochenende an der Draisinenstrecke gegenüber dem Fischerplatz. Ortsbürgermeister Achim Schick hatte Orthmann darauf aufmerksam gemacht, dass der Kreis Gemeinden für solche Fälle einmal im Jahr einen Container zur Verfügung stellt. Aber Orthmann wollte nicht mehr lange warten. „Jetzt ist die Zeit. Denn je höher das Gras steht, desto mühsamer wird das Müllsammeln“, betonte sie in ihrer Ankündigung.
Container vom Kreis bestellt
Allein beim Aufstellen des Containers blieb es nicht. Den gesamten Tag war immer jemand da, der die fleißigen Müllsammler begrüßte und auch aufpasste, dass der Container nicht zweckentfremdet wurde.
Was für das Gras gilt, dass es über etwas drüber wächst, gilt mehr noch für Brombeeren. Das hatte Ralph Röhn, der mit seinen Kindern Paula und Jan mit einer eigenen Müllsammelaktion vorgeprescht war, schon feststellen müssen. So konnten die Müllentsorger einige wenige Meter vom Container entfernt längst vom Brombeergestrüpp zugewucherte Haufen abgeben.
Vor allem der Hang an der Straße zum Staudernheimer Loch ist beliebtes Ziel sorgloser Müllverstreuer. Die Funde gehen weit über aus den Autos geworfene Flaschen, Dosen, Zigarettenschachteln, Einwegverpackungen und weiteren Verpackungsmüll hinaus. Reifen, Radkappen und Signalpfosten, die von den Leitplanken ihren Weg ins Gelände fanden, füllten den Container.
Mit einer Riesenladung trafen am Abend die Jugendlichen der Odernheimer Nabu-Gruppe ein. Allen voran Simon Biehl, der am Morgen schon im Dorfladen und dann am Container Dienst getan hatte, mit einer prall gefüllten Schubkarre. Große Mengen Glas hatten die Jugendlichen schon auf dem Weg am regulären Container entsorgt.
Masken als Wegwerfutensilien
„Neu in der Landschaft sind die Corona-bedingten Mundschutzmasken“, erläuterte Martina Blank, die mit Katrin Helm de Wyl und Katinka Peerenboom seit mehr als einem Jahrzehnt mit den Nabu-Jugendlichen zusammenarbeitet. Bald dürften die Corona-Schnelltests hinzukommen. Noch aber sind die Hundekotbeutel das größere Problem. Odernheim ist gut bestückt mit Abfallbehältern. Warum Hundehalter volle Tüten in die Landschaft werfen, ist unbegreiflich. Zigarettenkippen seien ebenfalls ein riesiges Problem, das mit Dreck-weg-Tagen nicht zu lösen sei.
Gelohnt habe sich die Aktion auf jeden Fall, fanden Orthmann und die Unterstützer und Sammler. Freilich mache es mehr Spaß, daraus ein gemeinsames Ereignis zu machen. Vielleicht ja wieder im nächsten Jahr, dann mit noch mehr Beteiligung.

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