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Spurensuche in Odernheim auch mit Handy möglich
Walter Jung (Admin)

Spurensuche in Odernheim auch mit Handy möglich

Artikel von Wilhelm Meyer - 12.11.2020 Oeffentlicher Anzeiger

Spurensuche in Odernheim auch mit Handy möglich

Die rüstigen Rentner Odernheims haben sich auch dem Ziel verschrieben, die Gemeinde touristisch aufzuwerten. Hierzu konnten sie nun mithilfe von Fördermitteln aus dem europäischen Leaderprogramm für den Rundweg zu den historischen Sehenswürdigkeiten Odernheims einen barrierefreien Zugang schaffen. Sie ließen an den 26 Wegpunkten neue Informationsschilder mit QR-Codes anbringen, die nach dem Einlesen einen virtuellen Ortsrundgang ermöglichen.
Begleitet wird dies ebenfalls von einem soliden Heft für denjenigen, der etwas Handfestes vorzieht. Texte und Bilder hatte man ja ohnehin schon zusammengetragen. Andreas Ott und Hans Lahm schrieben die Texte oder gaben solchen, die etwa schon in der Chronik und an den vorherigen Tafeln vorhanden waren, den letzten Schliff. Auch Karten, historische Fotos und Pläne ergänzen die Texte, sodass auch für die Odernheimer selbst das Heft so manche Überraschung bergen dürfte. Die 26 Stationen sind dort also ebenfalls auf Papier zu nutzen.
Den Historischen Rundweg durch den Ort haben die rüstigen Rentner schon vor einigen Jahren eingerichtet, und Führungen durch das historische Odernheim kann man ebenfalls bei ihnen buchen. Doch nun können Touristen die Informationen zu den Gebäuden auch digital abrufen und auf eigene Faust den Ortskern erkunden.
Der Rundweg leitet den Besucher auf den aufgemalten Fußspuren durch den Ortskern – und wenn so ein Paar Fußabdrücke quer zur Straße angebracht ist, steht man vor einer der an den Häusern angebrachten Tafeln. Darauf wird auf nette Weise erklärt, was dort besonders ist. Nicht immer sind die Gebäude heute so eindeutig in ihrem historischen Ursprung zu erkennen wie bei den großen Gebäuden Rathaus, Wittelsbacher Schlösschen, Kirche oder Obertor. Mitunter ist es eben auch ein unscheinbares Haus, an dem kaum noch etwas daran erinnert, welche Bedeutung es für den Ort oder auch darüber hinaus gehabt haben könnte.
Schon vor Corona-Zeiten hatte sich Andreas Ott Gedanken gemacht, wie man den Rundgang vervollständigen, vor allem aber auch für einzelne Besucher erlebbarer machen könnte. Die Wegstationen mit QR-Codes auszustatten, schien allerdings außerhalb der Möglichkeiten der Rentnerkasse. Trotz der Zuwendungen von Sparkasse, Volksbank oder auch privaten Unterstützern – an so etwas war nicht zu denken.
Doch dann tat sich ein anderer Weg auf: Eine Projektförderung der Lokalen Aktionsgruppe Soonwald-Nahe. Und diese förderte den barrierefreien Zugang zu den touristischen und historischen Sehenswürdigkeiten Odernheims mit neuen Schildern, die mit einem QR-Code versehen, einen virtuellen Ortsrundgang ermöglichen. Gute Erfahrungen hatte man schon im Jahr zuvor mit dem gemeinsam mit dem Verein Dorfleben Odernheim beantragten Projekt „Weinstube“ gemacht.
Nun sind die Schilder angebracht, und auch das Begleitheft ist fertig. Doch an eine große Feier zum Start des nun durch QR-Code gestützten Ortsrundgangs wollte man sich nicht wagen. Stattdessen trafen sich Heinz Schick, Hans Lahm und Günter Strasburger zu einem ersten Versuch zur Erprobung am Odernheimer Rathaus. Hierzu hatten die Drei sich Max Mohr, den Enkel von Lahm, hinzugeholt. Und es klappte. Der Junge scannte mit seinem Handy den Code ein – und schon ließen sich alle Punkte des Rundgangs bequem aufrufen.
Doch der barrierefreie Zugang könne nicht allein von einem QR-Code garantiert werden, meinten die Rentner. Schließlich sei dieser Umgang mit dem Smartphone für viele noch die größte Barriere.
Begleitet wird der Weg daher auch von einem Heft, das so manche Überraschung birgt. An die eigentlichen Beschreibungen haben die Rentner im Heft einen weiteren Leckerbissen angehängt. Bewahren sie doch einen Teil des Erbes ihres früheren Mitstreiters, des im vergangen Jahr verstorbenen Manfred Geibs. 19 Karten aus der Sammlung seiner historischen Odernheimer Ansichten ergänzen nun den Rundgang. Nun müsste nur noch der Lockdown beendet werden, dann können auch wieder Führungen bei den rüstigen Rentnern gebucht werden.
Besichtigungen anmelden
An mehreren Stationen in Odernheim liegt ein Faltblatt aus mit dem Aufruf: „Starten Sie den historischen Rundgang am besten am Rathaus!“ Für Besucher, die das Weinbaumuseum besichtigen wollen, sind dort auch die Telefonnummern von Paul-Hermann Mohr 06755/724 sowie Andreas Ott 200 98 26 angegeben, um einen Termin zu vereinbaren.

 

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