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Gelbe Westen warnen die Autofahrer
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Gelbe Westen warnen die Autofahrer

Artikel von Wilhelm Meyer -3.11.2020 Oeffentlicher Anzeiger

Gelbe Westen warnen die Autofahrer

Kinder zählen zu denjenigen, die im Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Egal, ob sie als Fußgänger, Radfahrer oder als Insasse in einem Fahrzeug unterwegs sind. Gab es in der Vergangenheit die Aktionen „Gelbe Mützen“ oder auch „Gelbe Westen“ für die Schulanfänger, hat die Disibodenberg-Grundschule in Odernheim nun mit Unterstützung ihres Fördervereins eine Ausstattung der Erstklässler in Eigenregie übernommen, berichtet Schulleiterin Silke Bohn-Kistner.
Als man die Information bekam, dass es in diesem Herbst und Winter keine gesponsorten Warnwesten geben werde, griff dies der Förderverein der Odernheimer Grundschule auf. Bislang hatten die Verkehrswacht oder der ADAC die Westen zur Verfügung gestellt – genau wusste man es nicht. Kurz entschlossen sagte Vorstandsmitglied Michaela Hartmann zu: „Ich mach das in diesem Jahr.“
Großer Spaß für die Kleinen
Zu gut erinnerte Hartmann sich daran, mit wie viel Spaß ihr Sohn, der aktuell in der vierten Klasse ist, die Weste als Schulanfänger getragen hatte. Und dass es den heutigen Kindern nicht weniger Spaß macht, konnte man dann am Freitagmorgen auf dem Schulhof sehen, wo mehr als ein Dutzend Kinder bereits die knallgelben Kappen trugen, die es von der Verkehrswacht bei der Einschulung gibt.
Dazu gab es nun noch eine Warnweste für jedes Kind – und zwar auf jeder mit dem Namen des Kindes gekennzeichnet. Dies hatte Hartmann in ihrem Nähladen Mimalu in Odernheim vorbereitet. Denn zu ihrer Ausstattung gehört auch ein Plotter. Sonst stellt Hartmann etwa Mannschaftstrikots für Fußballvereine damit her. Nun hatten auch die Odernheimer Kinder etwas davon.
In einem feierlichen Rahmen wurden die Westen übergeben. Jedes Kind der ersten beiden Klassen und des Schulkindergartens bekam seine eigene mit dem Namen beflockte Warnweste: Johanna, Leon, Sophie, Muhamad, Lucien und zig weitere. Die Kinder des Schulkindergartens hatten sogar ein Lied eingeübt, und auch für den Abschluss waren sie gewappnet: „Langsam wird es wieder dunkel, bis dann wieder Frühling wird“, sangen sie.
Wichtig für die Sicherheit
Schulleiterin Silke Bohn-Kistner war trotz Gesichtsmaske anzusehen, dass es sie richtig freut, dass damit eine wichtige Maßnahme, um zur Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg beizutragen, gemacht wurde. „Die Sicherheit unserer Schulkinder liegt uns sehr am Herzen“, betonte sie. Gerade in den dunkleren Jahreszeiten, in Herbst und Winter, thematisiere man nicht nur verkehrssicheres Verhalten rund um den Schulweg, man übe es auch. „Insbesondere sollen unsere Schulanfänger, also die 25 Kinder der beiden ersten Klassen sowie die 14 Kinder des Schulkindergartens, auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden“, erläuterte Bohn-Kistner.
Daher sei die Idee des Fördervereins gerade richtig gekommen, berichtete die Schulleiterin. Und einen besonderen Dank hatte sie daher auch für das Vorstandsmitglied der Förderer Michaela Hartmann übrig: „Wir danken herzlich – im Namen unserer Kinder.“

Nachtrag vom 4.11.2020

Zu unserem Artikel über Warnwesten für Schüler der Disibodenberg-Grundschule hat Schulleiterin Silke Bohn-Kistner eine wichtige Ergänzung: Die Westen habe nicht der Förderverein der Schule bezahlt, sie seien eine Spende von Vereinsmitglied Michaela Hartmann, die die Westen in ihrem Nähladen auch vorbereitet und die Idee zur Aktion hatte. „Dies sollte nicht ungesagt bleiben“, so die Schulleiterin.

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