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40 Ki­lo­me­ter in die Zu­kunft in­ves­tie­ren
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40 Ki­lo­me­ter in die Zu­kunft in­ves­tie­ren

Artikel von Roswitha Kexel - Oeffentlicher Anzeiger 8.2.2020

Das er­gibt ei­ne Um­fra­ge un­ter den Bür­ger­meis­tern der Ge­mein­den Lau­te­r­ecken, Me­dard, Oden­bach, Mei­sen­heim, Raum­bach, Reh­born, Odern­heim, Stau­dern­heim. Al­lein die Re­ak­ti­vie­rung des Ab­schnitts zwi­schen Lau­te­r­ecken und Stau­dern­heim wä­re schon ein gro­ßer Fort­schritt, si­che­re er doch die Bahn­an­bin­dung in Rich­tung Kai­sers­lau­tern, Mainz und Frank­furt. Ob­wohl klar ist, dass ein sol­ches Vor­ha­ben nicht zum Null­ta­rif zu ha­ben ist, be­für­wor­ten al­le Be­frag­ten die­ses Pro­jekt.
Im Kreis­ent­wick­lungs­aus­schuss des Land­krei­ses in Bad Kreuz­nach war die Re­ak­ti­vie­rung der rund 40 Ki­lo­me­ter lan­gen Bahn­stre­cke be­reits The­ma. So­bald vom Mi­nis­te­ri­um Zah­len zu ei­nem Gut­ach­ten vor­lie­gen, will Land­rä­tin Bet­ti­na Di­ckes im Aus­schuss dar­über ab­stim­men las­sen. „Wir be­für­wor­ten die Er­schlie­ßung, denn die Schie­ne hat Zu­kunft“, sagt Bet­ti­na Di­ckes.
Das sieht auch An­dre­as Mül­ler, Bür­ger­meis­ter der VG Lau­te­r­ecken-Wolfs­tein, so. Er er­klärt: „Für un­se­re Re­gi­on ist es ein Se­gen, wenn die Glan­tal­bahn re­ak­ti­viert wür­de. Auch die Fir­men an der Bahn­stre­cke hei­ßen es gut, wenn Gü­ter­trans­por­te über die Schie­ne rol­len könn­ten.“ Lau­te­r­eckens Stadt­bür­ger­meis­te­rin Isa­bell Stein­hau­er-Theis ist über­zeugt: „Wenn wir ei­nen schnel­le­ren An­schluss an das Rhein-Main-Ge­biet be­kom­men, ist das sehr po­si­tiv und stärkt den länd­li­chen Raum. Wir müs­sen zu­kunfts­ori­en­tiert für die nächs­ten Ge­ne­ra­tio­nen han­deln und auch den Um­welt­as­pekt mit­be­trach­ten.“
Me­dards Orts­bür­ger­meis­ter Al­bert Graf glaubt hin­ge­gen, dass ein Um­set­zung nicht ein­fach wer­de: „Dies ist mit ho­hem Auf­wand ver­bun­den. Es war ein Feh­ler, den Bahn­ver­kehr da­mals auf der Stre­cke ein­zu­stel­len“, fin­det er. Auch aus um­welt­po­li­ti­schen Grün­den sei das Pro­jekt sehr in­ter­es­sant. Ein Wer­muts­trop­fen bleibt al­ler­dings: „Dann sind die Drai­si­nen, ein wich­ti­ger Tou­ris­mus­fak­tor, wie­der weg“, hält Al­bert Graf fest.
Hel­ga Be­cker, Bür­ger­meis­te­rin in Oden­bach, sagt zur Re­ak­ti­vie­rung: „Ich bin da­bei. Ich ha­be so­wie­so nicht ver­stan­den, wes­halb der Bahn­ver­kehr auf der Stre­cke ein­ge­stellt wur­de.“ Nun müs­se man zu­sam­men­ar­bei­ten, denn nur so wer­de man die­ses Pro­jekt für die Re­gi­on er­folg­reich rea­li­sie­ren kön­nen. Mei­sen­heims Stadt­bür­ger­meis­ter Ger­hard Heil sieht nicht nur ei­ne po­si­ti­ve Ent­wick­lung für Bahn­fah­rer, son­dern auch für den Gü­ter­trans­port von Un­ter­neh­men wie Bi­to La­ger­tech­nik oder IGM Me­dard mit der Re­ak­ti­vie­rung mög­lich. „Wir müs­sen an die Zu­kunft un­se­rer Kin­der und En­kel­kin­der den­ken und ih­nen ei­ne so­li­de In­fra­struk­tur hin­ter­las­sen, da­mit es sich wie­der lohnt, auf dem Land zu le­ben.“
Jür­gen Sof­fel, Raum­bachs Orts­chef, er­klärt: „Wenn der Bund so vie­le Mil­li­ar­den in das Schie­nen­netz in­ves­tiert, dann dür­fen die nicht nur in die Bal­lungs­zen­tren und vor­han­de­ne Stre­cken flie­ßen.“ Auf dem Land wol­le man nicht ab­ge­hängt wer­den. Der Reh­bor­ner Orts­chef Karl-Ot­to Dorn­busch fin­det: „Mit Blick auf Kli­ma­wan­del und En­er­gie­ein­spa­rung muss man den Ge­dan­ken wei­ter­ver­fol­gen. Wer in ei­nem Ort wie Reh­born wohnt und be­rufs­tä­tig ist, braucht ein Fahr­zeug.“ Mit der Bahn könn­te man auch oh­ne Au­to An­schluss an die Zen­tren Mainz, Frank­furt oder Kai­sers­lau­tern be­kom­men.
Achim Schick aus Odern­heim er­in­nert eben­so wie Jür­gen Sof­fel an die In­ves­ti­tio­nen von Bund und Bahn in Hö­he von ins­ge­samt 86 Mil­li­ar­den Eu­ro in den nächs­ten zehn Jah­ren. „Es wä­re fa­tal, wenn wir jetzt nicht die Chan­ce nut­zen wür­den. Ei­ne Re­ak­ti­vie­rung der Bahn könn­te Tou­ris­mus, ÖPNV, Le­bens­qua­li­tät stär­ken“, glaubt der Odern­hei­mer Bür­ger­meis­ter. Auch für das Zu­sam­men­wach­sen der neu­en VG Na­he-Glan wir­ke sich der ge­mein­sa­me Ein­satz für ei­ne Wie­der­in­be­trieb­nah­me po­si­tiv aus. „Ich ste­he ei­ner Re­ak­ti­vie­rung der Glan­tal­bahn po­si­tiv ge­gen­über. Das ha­be ich schon vor Wo­chen si­gna­li­siert, als ich noch Bür­ger­meis­ter der VG Bad Sobern­heim war“, er­klärt Rolf Kehl, Bür­ger­meis­ter von Stau­dern­heim.
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„Ich ste­he ei­ner Re­ak­ti­vie­rung der Glan­tal­bahn po­si­tiv ge­gen­über. Das ha­be ich schon als VG-Bür­ger­meis­ter Bad Sobern­heims si­gna­li­siert.“ Rolf Kehl, VG-Chef a.D. und Orts­bür­ger­meis­ter in Stau­dern­heim

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