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Erstes Zukunftsforum des TV Odernheim gut besucht – Teilnehmer überlegen, was gut ist und was besser werden kann
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Erstes Zukunftsforum des TV Odernheim gut besucht – Teilnehmer überlegen, was gut ist und was besser werden kann

Artikel von Wilhelm Meyer - Oeffentlicher Anzeiger 2.2.2019

Wunsch nach mehr Miteinander herrscht vor

Erstes Zukunftsforum des TV Odernheim gut besucht – Teilnehmer überlegen, was gut ist und was besser werden kann

 „Vielfalt rund um die Uhr“, so hat eine der Gruppen, die sich zeichnerisch um die Zukunft ihres Vereins Gedanken gemacht hatten, ihr Bild überschrieben. „Mehr davon“, hätte es beim Zukunftsforum des Turnvereins Odernheim auch heißen können. Eins der Mitglieder gab ein aufrichtiges Kompliment an den Verein weiter, verbunden mit dem Wunsch, noch mehr Zeit mit seinen Angeboten verbringen zu können.

Das bestätigten auch Vorsitzender Manfred Porth und sein Vorstandsteam. Gerade in guten Vereinszeiten, so die Überzeugung, müsse man auch an die Zukunft denken. Und es sind gute Zeiten, viel ist geschafft. Das legt das Resümee Porths nahe, wenn er die Anstrengungen des vergangenen Jahres zusammenfasst.

Den Auftakt , bei guten Rahmenbedingungen intensiver über die Zukunft nachzudenken, machte der Verein nun mit einem Forum für alle Mitglieder. Vorstand, Übungsleiter und vor allem die Mitglieder und dabei besonders auch die Kinder und Jugendlichen waren eingeladen. Die Resonanz war gut. Mehr als 40 Interessierte, darunter ein knappes Dutzend Jugendliche, hatten sich eingefunden. Der Altersschnitt reichte dabei von 10 bis 80 Jahren.

In drei Gruppen konnten die Teilnehmer Vorschläge und Ideen zu drei Oberthemen sammeln. Dazu gehörte auch Kritik, die jedoch gleich mit Verbesserungsvorschlägen vorgebracht wurde. Aber auch Ärgernissen, die nicht von allen geteilt werden, Gehör zu verschaffen, war das Ziel. Die Oberthemen waren als Fragen formuliert: „Ist unser Vereinsangebot zukunftsfähig? Sind unsere Sportstätten für die Zukunft gerüstet? Ist unsere Vereinsorganisation/Vereinskommunikation zukunftsfähig?“

Porth zeigte sich erfreut über die gute Resonanz und gab das Wort an den Ex-Vorsitzenden Lothar Dongus, der den weiteren Ablauf begleitete. Als Moderatoren der Einzelgruppen standen neben Dongus auch Marlene Jänsch und Stefan Hartmann zur Verfügung. Bald füllten sich die Tafeln und Wände mit roten Zetteln. Konkretes und Utopisches nebeneinander.

Dann informierten sich alle Gruppen in einem Rundgang über die Ergebnisse der anderen. Kritikpunkte, die ins Thema einer anderen Gruppe passten, konnten angefügt werden.

Im nächsten Schritt hieß es dann: „Aus Rot mach Grün.“ Stand etwa nach der ersten Phase auf einem roten Zettel „Uns fehlt ein Schwimmbad“, hieß es nun auf einem grünen Zettel „Wir bauen ein Schwimmbad“.

Doch waren es gar nicht so sehr konkrete Wünsche, die sich um die Angebote des Vereins drehten. Vielmehr zeigte sich, wie groß der Wunsch nach Gemeinschaft ist. „Begegnung und Miteinander“ waren die herausragenden Themen, die in der normalen Vorstandsarbeit hinter „drängenderen Sachfragen“ meist eher in der zweiter oder dritter Reihe stünden, wie Marlene Jänsch fand. Es spiegele das Bedürfnis wider, Gelegenheiten zum Treffen, zu Gesprächen, gemeinsamem Erleben und Austausch überhaupt zu finden. Eine Beobachtung, die Lothar Dongus bestätigte. Bemerkenswert war auch für ihn, dass die Ideen und Wünsche stark in diese soziale Richtung gingen. Es zeige die Probleme einer Gesellschaft, die vielleicht gerade durch die sozialen Medien doch vereinsame. Dem Fantasieren waren keine Grenzen gesetzt – Geld oder auch Machtverhältnisse sollten völlig außer Acht gelassen werden. Das Ganze in einem Bild festzuhalten, werde, wie Dongus erläuterte, auch die weniger rationale Gehirnhälfte ins Spiel bringen. Jedenfalls verschönerte es die Ergebnisse. Das hieß aber nicht, dass nicht später, beim Verteilen der Punkte, mit denen jeder Einzelne seine Gewichtung der Zukunftsfelder betonte, die Ergebnisse nicht realitätsbezogen gewesen wären. Der Traum von einer 400 Meter langen Laufbahn wurde ebenso wenig verfolgt, wie der Wunsch nach zwei weiteren Turnhallen. Dass sich Konkretes und Fantasie nicht ausschließen müssen, zeigte die Wertschätzung, die die Idee eines Familientages des TVO, eines Treffens von Alt und Jung, erhielt. Mit 13 Wertschätzungspunkten einer der Favoriten des Abends. Sehr wichtig war den Teilnehmern auch, dass die Information, etwa über die Angebote und Kommunikation, reibungslos funktioniert. Offenheit und Gemeinschaft schienen den Mitgliedern dabei kein Gegensatz zu sein. Manfred Port zeigte sich zufrieden. Es habe sehr viele positive Rückmeldungen gegeben. Fünf der Anwesenden, die nicht im TV aktiv sind, wollten sich stärker einbringen. Auswerten werde man die Ergebnisse freilich noch gründlich und schauen, was in nächster Zeit schon umgesetzt werden könne.

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