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Viele fragen nach ÖPNV und Nahversorgung
Walter Jung (Admin)
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Viele fragen nach ÖPNV und Nahversorgung

Artikel von Wilhelm Meyer im Oeffentlichen Anzeiger vom 15.1.2019

Viele fragen nach ÖPNV und Nahversorgung

Grüne starten Zukunftsforum für die neue VG Nahe-Glan in Odernheim

Für die im Januar 2020 entstehende Verbandsgemeinde Nahe-Glan ist Zusammenwachsen gefragt, und das ganz explizit. Dementsprechend hat sich der neu formierte Ortsverband der Partei Bündnis 90/Die Grünen nun mit Interessierten in der Bannmühle in Odernheim getroffen, um den Weg der Verbandsgemeinden Meisenheim und Bad Sobernheim, an dessen Ende eine Verwaltungseinheit stehen wird, mit eigenen Ideen zu begleiten. Unter dem Titel „Zusammen leben – zusammen wachsen“ haben sie daher ein grünes Forum gestartet, um sich in drei Treffen mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen, Wünschen und Nöten an Nahe und Glan auseinanderzusetzen.

Zum Auftakt trafen sich die Interessierten sozusagen in der Mitte zwischen den beiden Mittelzentren in Odernheim, passend in der Bannmühle, einem Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau. Denn die Odernheimer haben Erfahrung mit beiden Verwaltungssitzen. Erst mit der Verwaltungsreform von 1970 war das ehemals bayerische Odernheim der neu gebildeten Verbandsgemeinde Bad Sobernheim im Landkreis Bad Kreuznach zugeordnet worden.

Die Begrüßung der Interessenten übernahmen die beiden neuen Co-Vorsitzenden des Ortsverbandes, Christopher Müller-Dönnhoff aus Bad Sobernheim und Barbara Bickelmann aus Meisenheim. Bickelmann zeigte sich erfreut, dass schon bei dieser Auftaktveranstaltung zur Frage des Zusammenwachsens im Gespräch ein Zusammenwachsen stattfinde. Ebenfalls erinnerte sie daran, dass 2019 ein Wahljahr sein wird. Die Relevanz dessen, was in den drei Treffen als Themen- und Problemschwerpunkte entwickelt werde, solle ebenfalls Gewicht für den anstehenden Wahlkampf erhalten.

In Odernheim gab es drei thematische Schwerpunkte: Gesundheit und sozialer Zusammenhalt, Klima und Umwelt sowie Mobilität innerhalb der neuen Verbandsgemeinde Nahe-Glan. Die Teilnehmer konnten sich jeweils an einem Tisch in mehreren Runden mit den drei Themenschwerpunkten befassen und Ideen sammeln. Diese wurden zusammengetragen und griffig direkt auf einer Plakatrolle, die als Tischtuch diente, notiert. Dabei wechselten die Gruppen die Tische, während die ausgewählten Moderatoren dann an jedem Tisch die Diskussion leiteten.

Landschaftsplaner Dieter Gründonner, Sozialpädagogin Marlene Jänsch und Stadt- und Verkehrsplaner Sascha Müller, alle in kommunalpolitische Gremien der VG Bad Sobernheim eingebunden, moderierten die Runden an diesem Abend. Zunächst wurden die Ideen, ohne sie zu werten, auf dem Tischtuch festgehalten. So bildeten die Tischtücher mit den hingeworfenen Begriffen ein visuelles Protokoll der jeweiligen Ideensammlung. Erst bei der Vorstellung dieser freilich noch ungeordneten Schlagwörter fand zum Abschluss eine erste Gewichtung statt. Jeder Teilnehmer versah die Begriffe, die für ihn zu den zentralen Aufgaben der nächsten Zeit zählen, mit fünf Klebepunkten. Viel konzentrierte sich dabei auf die konkrete Frage, wie der Öffentliche Personennahverkehr der Zukunft aussehen wird. So bildete die schon jetzt vor allem in Odernheim als höchst problematisch empfundene Wabenstruktur des ÖPNV einen eigenen Schwerpunkt. Hinzu kamen Fragen der Preisstruktur, eines Mobilitätstickets oder auch Schüler- und Ausbildungstickets. Die Lösung dieser Fragen werde für die neue VG eine besondere Bedeutung bekommen. Doch auch die Frage der Versorgung im Ort, Nachbarschaftsläden etwa, fanden starke Resonanz. Die Ausdünnung der Versorgungsstrukturen könne nicht vollends durch Mobilmachung der Bürger ersetzt werden, fand Jänsch.

In Fragen von Umwelt und Klimaveränderung setzten die Teilnehmer mangels konkreter Eingriffsmöglichkeiten im kommunalen Bereich vor allem auf Öffentlichkeitsarbeit und ein verstärktes Engagement in Schulen und Volkshochschulen. Wie wächst, was wir essen, und wo kommt es her, sollte zum Standardthema der Schulen werden. Wohnprojekte, aber auch die Mitsprache der Jugend in einem eigenen Jugendparlament waren Ideen, die am „Nachbarschaftstisch“ zusammengetragen wurden. Dass bei den derzeit vielerorts wieder geplanten Neubaugebieten auch die Gelegenheit zu alternativen Wohn- und Pflegemodellen wahrgenommen werden könnten, sollte ebenfalls als Anstoß in die kommunale Diskussion gebracht werden.

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