Dorfleben Odernheim

 

Liebe Besucher, Sie befinden sich auf der Homepage der Nachbarschaftshilfe Odernheim. Über diese Seite ist es nach einer Registrierung möglich Sachen zum Tauschen anzubieten oder zu suchen, seine Hilfe anzubieten oder Hilfe zu suchen und Mitfahrgelegenheiten zu organisieren. Wir freuen uns, wenn Sie rege von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen.

NEUIGKEITEN

Martina B
/ Kategorien: NEUIGKEITEN, Dorfladen

Bericht zur Gemeinderatsitzung am 19.11.2018

Artikel von Wilhelm Meyer - Oeffentlicher Anzeiger 22.11.2018

Kein Interesse an Begegnungstreff

Vorschlag der Liste Gründonner, Integrationspauschale für Café und Dorfladen zu nutzen, abgelehnt

Einig waren sich CDU und SPD in der jüngsten Ratsitzung in Odernheim bei der Aufstellung des Bebauungsplans zur Erweiterung des Neubaugebiets „Am Lettweiler Weg II“. Voraussetzung für die Erschließung sei allerdings, dass sich die gesamte Fläche und somit die Vermarktung in Händen der Gemeinde befinde, betonte Ortsbürgermeister Achim Schick. Es läge mittlerweile auch die Zustimmung aller Grundstücksbesitzer vor. Der Erwerb soll en bloc erfolgen, sagte Schick. Andernfalls werde die Erweiterung des Baugebietes gestoppt.

Hier gingen die beiden Mitglieder der Liste Gründonner nicht mehr mit. Eine einseitige Bevorzugung des Neubaugebietes gegenüber Investitionen im Ortskern lehnten Marlene Jänsch und Dieter Gründonner ab. Ihre Zustimmung wollten sie mit positiven Impulsen im Ortskern, insbesondere in der Frage der künftigen Nutzung der alten Volksbank, verknüpft wissen. Doch eine solche Verbindung wollte Schick nicht festschreiben. Zumal ein Antrag der Liste Gründonner zur alten Volksbank ohnehin ausstand. Der vom Land verfolgte Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ könne die Gemeinde nicht einfach umkehren, sagte Gründonner. Altbürgermeister Rolf Scholl (SPD) fände es einfacher, wenn das Land endlich Abriss in Ortskernen förderte, damit zeitgemäßer Wohnraum entstehe. Die jetzige Situation werde erschwert, wenn Häuser unter Denkmalschutz stünden.

Die besorgten Bewohner des Volksbankgebäudes hatten das zumindest für ihr Haus anders gesehen. Es war eine Beruhigung für sie, als Schick ihnen versicherte, dass der Denkmalschutz einen Abriss nicht zulasse. Eine Sanierung allerdings beliefe sich auf rund 600 000 Euro, sagte Schick.

Bei der Besprechung der geplanten Haushaltsansätze, die den Ratsmitgliedern in der Sitzung vorlagen, spielte die alte Volksbank keine Rolle. Schon im Mai hatte Gründonner hingegen nachgefragt, was die Gemeinde mit der Integrationspauschale in Höhe von rund 14 000 Euro vorhabe. Nun wiederholte Gründonner seinen Vorschlag, einen Teil der Gelder für die Einrichtung einer Minijobstelle zu nutzen, um ein Begegnungscafé einzurichten. Vorschläge für die Mittelverwendung aus anderen Fraktionen gab es nicht, informierte der Ortschef.

Neu an Gründonners Antrag war, dass der gemeinnützige Verein „So gut leben im Alter“ die Stelle besetzen könnte. Zudem wünschte er sich, dass die ehemaligen Filialräume des Bankgebäudes kostenfrei zur Verfügung gestellt würden. Rund 7000 Euro veranschlagte Gründonner für die Personalkosten.

Als gemeinsames Projekt wurde der Begegnungstreff allerdings nicht gesehen. So kritisierte die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabi Theis die fordernde Art des Antrags. Niemand wolle sich bereichern, versuchte Marlene Jänsch zu beschwichtigen. Schick stellte hingegen Integrationsbedarf bei der Odernheimer Kita heraus und verwies zudem auf die Leistungen der Vereine. Der Erste Beigeordnete Rainer Hildenbrand (CDU) fürchtete Begehrlichkeiten zu wecken. Michael Schatto (CDU) befand das Projekt unsinnig, da im Frühjahr ein Café im ehemaligen Nachbarschaftsladen Wilke eingerichtet werden soll. Konkurrenz solle man vermeiden.

Schick hinterfragte dazu die Leistung, die der Forderung nach 7000 Euro gegenüberstünde. Dies sei nicht erkennbar. SPD-Sprecher Hans-Jörg Lenhoff stimmte dem Bürgermeister hier zu, sah allerdings kein Problem, einen jederzeit kündbaren Vertrag einzugehen. Das käme der Gemeinde entgegen, sollte man doch noch eine andere Möglichkeit der Vermarktung finden. Der Erfolg der beiden Dorfmärkte jedenfalls zeuge von einer breiten Nachfrage. Schick dagegen sah auch angesichts der geringen Frequenz des Pilgerbüros die Begegnungsidee skeptisch. Vor allem hält er den Standort Volksbank für ungeeignet für einen Dorfladen. Als Alternative brachte er den alten Kindergarten ins Spiel.

Unabhängig von festzulegenden Details forderte Gründonner eine Grundsatzentscheidung über das Begegnungsprojekt. Mit den Stimmen der CDU und Rolf Scholls wurde der Antrag gegen die Stimmen der SPD und der Liste Gründonner abgelehnt.

vorheriger Artikel Wir laden herzlich zum WEIHNACHTSBINGO innerhalb des Spielenachmittags ein
nächster Artikel Traum vom einem Odernheimer Dorfladen lebt weiter .....
Drucken
111

Martina BMartina B

Weitere Beiträge von Martina B
Autor kontaktieren

Bitte Anmelden oder registrieren um Kommentare zu schreiben.

Ihr Name
Ihre e-Mailadresse
Betreff
Geben Sie Ihre Nachricht ein...
x