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Das Interesse an einem Dorfladen ist groß

Artikel von Wilhelm Meyer - Oeffentlicher Anzeiger 20.6.2018

Das Interesse an einem Dorfladen ist groß

Planung Ergebnis der zur Machbarkeitsstudie gehörenden Dorfumfrage in Odernheim vorgestellt

Odernheim. Wie soll es in Odernheim mit dem geplanten Dorfladen weitergehen? Die Gemeinde hatte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der zugehörigen Dorfumfrage stellte Markus Dietzen, Mitarbeiter des Projekts M.Punkt Rheinland-Pfalz, jetzt im protestantischen Gemeindehaus vor.

Ortsbürgermeister Achim Schick konnte schon bei seiner Begrüßung einige zusätzliche Informationen mitteilen. So habe das Christliche Jugenddorf Wolfstein, das in Odernheim mit seiner Außenstelle Suchtprävention in der Niedermühle vertreten ist, Interesse an der Führung eines Nachbarschaftsladen gezeigt, berichtete Schick. Es sei ein Gespräch mit dem möglichen Vermieter der Räume des früheren Lebensmittelgeschäfts in der Hauptstraße geführt worden.

Hoher Umsatz möglich

Seit November 2011 betreibt das CJD im Zentrum von Wolfstein einen Nachbarschaftsladen, informierte der Ortschef weiter. Dort werden neben einem Sortiment an Waren für den täglichen Bedarf auch Produkte aus eigener Herstellung angeboten. Wichtiges Ziel dabei ist, wie auf der Homepage des CJD nachzulesen, „jungen Menschen die Chance zu geben, eine Ausbildung zu absolvieren sowie Menschen mit Behinderung ins Berufsleben zu integrieren“. Allerdings ist der Standort erst einmal nur einer von mehreren, den die Wolfsteiner in Betracht ziehen.

Bei einem prognostizierten Umsatz von etwa 33 000 Euro im Monat stünden circa 3600 Euro für Personalkosten zur Verfügung, erläuterte Dietzen. Damit sei es möglich, etwa 70 Arbeitsstunden zu entlohnen. Dies habe man aus mittlerweile gut 90 Projekten errechnet, hielt Dietzen Zweiflern an einer so hoch angesetzten Wirtschaftlichkeit entgegen. Bei kreativem und einfallsreichem Betreiben könnte ein Odernheimer Nachbarschaftsladen durchaus ein Renner werden. Das umso mehr, da ja weitere attraktive soziale Angebote wie ein Dorfcafé vom Arbeitskreis Dorfladen angestrebt werden.

Wichtig seien verlässliche Ansprechpartner. Zwei, die sich ganz der Sache widmen und sich den Hut aufsetzen, seien weit erfolgversprechender als zehn, die das nur halbgar täten. Regionale Produkte seien insgesamt auch in Odernheim stärker nachgefragt, erklärte Dietzen. Mit Discountern konkurrieren zu wollen, sei hingegen wenig aussichtsreich. Qualität sei ein weiteres wichtiges Einkaufskriterium, und auch ein größeres Angebot an Biolebensmitteln sei wünschenswert, habe die Befragung ergeben.

Dietzen berichtete, dass Genossenschaften oder wirtschaftliche Vereine die wesentlichen Betreibermodelle seien. Eine Genossenschaft sei komplizierter, aufwendiger und auch kostspieliger. Der große Vorteil bestehe jedoch in der Glaubwürdigkeit.

Ein wirtschaftlicher Verein könne ähnlich agieren ohne kostspielige Prüfungen des Genossenschaftsverbands. Diese böten aber gleichzeitig auch eine Begleitung „mit Hand und Fuß“, wie er es formulierte. Eine Form als Verein, gar als gemeinnützig, habe den Charme, dass man Spendenquittungen ausstellen könne.

Erfahrungen mit einem Modell, das man als Markthalle bezeichnen könnte, bei dem alle im Ort vorhandenen Anbieter ihren Platz auch im Dorfladen haben, seien zumeist gescheitert. Einer oder mehrere hätten schließlich doch nicht länger mitmachen wollen.

Akzeptanz ist wichtig

Dennoch sei klar, dass es ohne die vorhandenen dörflichen Anbieter nicht geht. Das Dorf müsse vor allem einen solchen neuen Laden akzeptieren, brachte Erika Mannheim neben den wirtschaftlichen Eckdaten als fundamentale Voraussetzung ins Spiel.

Den sozialen Aspekt wollte Martina Blank bei aller notwendigen Bewertung der Wirtschaftlichkeit nicht außer Acht lassen. „Die Kunden müssen etwas davon haben, damit sie kommen“, betonte Dietzen. Jemanden in die Pflicht zu nehmen, etwas fürs Dorf zu tun, funktioniere in der Regel nicht lang. Ein Satz, den Thomas Haeny als Ziel in der späten Phase der lebendigen Gruppendiskussionen an die Stelltafel schrieb, liegt genau auf dieser Linie und trifft das Ziel des Odernheimer Arbeitskreises Dorfladen: „Was stiftet am meisten Gemeinschaft?“ wim

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