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Sprachadel mit Berliner und Moselaner Spitzen
Walter Jung (Admin)
/ Kategorien: NEUIGKEITEN, KinO

Sprachadel mit Berliner und Moselaner Spitzen

Ein Artikel von Wilhelm Meyer, veröffentlicht am 2. Mai 2018 im Oeffentlichen Anzeiger (Auszug)

Sprachadel mit Berliner und Moselaner Spitzen

Eine entspannte und nahezu intime Atmosphäre erlebten die Odernheimer beim Konzert von Annika von Trier. Noch kurz vor Beginn konnte man einen Sitzplatz finden. Das ist bei den monatlichen Programmen der Kulturinitiative Odernheim (KinO), selbst nach ihrem Umzug vom Saal der Pizzeria Pompeo in den größeren Saal, den Turbinenraum der Odernheimer Bannmühle, eher die Ausnahme. Trotzdem war der Saal gut gefüllt.

Beste Voraussetzungen also für einen Abend, wo es hinzuhören galt. Denn das sollte man bei der Sängerin, Schauspielerin, Autorin und Performancekünstlerin Annika von Trier. Sicher habe er einen ihrer Berufe vergessen, meinte Gerald Knöbel vom KinO-Team und berichtete, wie er die Liedermacherin in Frankreich zum ersten Mal getroffen hat. Das passt, denn französische Anklänge sind bei der mit bürgerlichem Namen Annika Krump heißenden Künstlerin nicht zu überhören. Wer das Akkordeon als sein Begleitinstrument wählt, geht diese Gefahr ohnehin ein. Anklänge an berlinische Gassenhauer mischen sich bei der Wahlhauptstädterin ein, aber mitunter fühlt man sich auch an Südamerikanisches erinnert, selbst wenn die komplexe Begleitung nie ins Schwelgende abglitt.

Blaues Blut und Pippi Langstrumpf

Der Künstlername von Trier sei an der Mosel keine Frage des Blutes, berichtete sie, man sage nicht „aus Trier“, sondern ziehe die grammatikalische Schnelladelung vor. Annika dagegen rühre von Pippi Langstrumpf her. Die Künstlerin selbst sei zunächst als Anna Katharina ins Register eingetragen worden. Um Familienverhältnisse ging es dann auch im anschließenden Lied, das sich, mit Maria und Josef beginnend, den heutigen Patchworkfamilien widmete. Ein buntes Gemisch von Songs, Szenen, Gesprächen mit dem Publikum, schönen Wünschen, Ratschlägen und Aufgaben für das Publikum, wie man sie sich in fantasievolleren chinesischen Glückskeksen wünschen könnte, schloss sich an. Und dann sind da die netten und weniger netten Geschichten zwischendurch.

Die Themen stammen aus der Alltagswelt und die spielt meistens in Berlin. Wunderschön ihr bitterböses Lied, das sich mit einer Aufforderung des Senats an kreative Menschen befasst. Bis hin zu Tönen der komischen Oper schrillt der Widerspruch zwischen solchen Wünschen und den hierzu geschaffenen Bedingungen. Oder es gibt, wie bei „Berlin, es ist Zeit“ Anklänge an Nina Hagens TV-Glotzer, auch Kurt Tucholsky schimmert durch, aber auch an die Sommersprossen der Hildegard Knef könnte man denken.

Foto: Walter Jung

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